Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

Photovoltaik rechnet sich nie.

Haus mit PV
  

Sind PV-Anlagen wirklich energetisch unsinnig?

In welcher Zeit die Anlage die Energie abgegeben hat, die für die Herstellung benötigt wurde hat Prof. Dr.-Ing. habil. Volker Quaschning hier untersucht.

Er kommt dabei zum Ergebnis, das Anlagen in Deutschland nach 17 bis 40 Monaten soviel Energie erzeugen haben als deren Herstellung verbraucht hat. Die unterschiedliche Amortisationszeit resultiert aus den verschiedenen Materialien der eingesetzten Zellen.

Mit den Treibhausgas-Emissionen, die bei der Herstellung entstehen, liegt die Photovoltaik in der Ökobilanz heute zwischen modernen Erdgas-Kraftwerken und Windkraft-Anlagen. In der Produktionstechnik steckt jedoch noch Potential für eine deutliche Verbesserung: Künftig wird eine Solarstrom-Anlage nur noch zwei bis drei Jahre brauchen, bis sie mehr Treibhausgase vermeidet, als bei Ihrer Herstellung erzeugt wurden.

Nach einem Szenario der Zeitschrift Photon für das Jahr 2010 betragen beispielsweise die Emissionen einer polykristallinen Solarstrom-Anlage 2050 kg CO2-Äquiv./kWp.

Hersteller geben heute eine Leistungsgarantie von 20 Jahren auf 80% der Leistung.

Auf "das Killerargument" vieler PV-Anlagengegner bin ich bisher noch gar nicht eingegangen:

"Wegen der vielen PV-Anlagen wird der Strom für uns Kunden teurer!"

Ohne Umschweife sage ich dazu: "Stimmt" .

Um sich selbst eine Meinung bilden zu können, sollten Sie sich einmal mit der aktuellen Greenpeace-Studie zur Förderung der Atomindustrie auseinander setzen.

 

Hier die Zusammenfassung:

Die bezifferten realen Fördermittel der Atomindustrie von 204 Milliarden Euro setzen sich zusammen aus

  • direkten Finanzhilfen des Bundes wie Forschungsförderung
  • Kosten für die Atommüllendlager Asse II und Morsleben oder die Stilllegung der ostdeutschen Atommeiler.


Hinzu kommen Steuervergünstigungen in der Energiebesteuerung und durch die Regelungen bei den Entsorgungsrückstellungen sowie Zusatzeinnahmen der AKW-Betreiber durch den Emissionshandel.

Die Greenpeace-Studie konstatiert, dass jede Kilowattstunde Atomstrom durch staatliche Regelungen mit 4,3 Cent subventioniert wird.

Im Vergleich dazu beträgt die Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien über das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) für 2012 3,592 ct/kWh. 

 

weitere Infos

Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland

back